BASEL II


Neue Bedingungen

Die neuen Eigenkapital- und Kreditvorschriften für europäische Banken (oftmals nach dem Ort der Tagung und dem Fortschritt der Konferenz auch unter „Basel II“ zusammengefasst) werden zwar voraussichtlich erst im Jahr 2006 endgültig in Kraft treten, die „Vorbeben“ sind aber bereits heute deutlich zu spüren.

Kurz zusammengefasst bedeutet Basel II, dass Banken künftig jeden Investitionskredit mit einem bestimmten Betrag an Eigenkapital unterlegen müssen, um eine bessere Vorsorge für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers zu treffen. Die Banken führen in der Konsequenz dieses Abkommens eine Risikobemessung für jedes Projekt und für jeden Kreditnehmer durch und erteilen schulnotenähnliche Qualitätssiegel. Je besser sich ein Projekt darstellt und je geringer das Ausfallrisiko erscheint, desto besser die Note und desto besser sind die von einer Bank angebotenen Konditionen. Mit anderen Worten: Basel II führt zu differenzierten Kreditkonditionen, die abhängig sind von der Beurteilung eines Projektes und der Bonität des Kunden.

Wer glaubt, die Basel II – Bestimmungen seien gegenwärtig noch ohne Relevanz, irrt. Bei den Geschäftsbanken einen Investitionskredit ohne zusätzliche Sicherheiten in Form von Bürgschaften oder Haftungsfreistellungen zu bekommen ist schon seit einiger Zeit zu einer schwierigen Übung geworden. Auch ein Blick auf die aktuellen Kreditangebote der Mittelstandsbank zeigt, dass die Risiko- und Bonitätsbeurteilung bereits heute schon als so gut wie eingeführt zu betrachten ist.




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