ZAHNÄRZTLICHE BERUFSPERSPEKTIVE

Kein Grund zum Pessimismus

Zahnärzte gehören immer noch zu den Spitzenverdienern im Gesundheitswesen. Trotz weiter zunehmender Zahnarztdichte und trotz der mittlerweile unzähligen legislativen Ansätze zur Reform des Gesundheitswesens lagen die durchschnittlichen Gewinne einer zahnärztlichen Einzelpraxis in den alten Bundesländern auf einem soliden Mittelplatz im Vergleich mit allen anderen ärztlichen Praxen.

Für junge Zahnärztinnen und Zahnärzten besteht demnach kein Grund, pessimistisch in die Zukunft zu schauen. Die Aussicht auf ein gutes Einkommen und auf wirtschaftliche Sicherheit erscheint nach wie vor als gegeben. Auch eine repräsentative Studie des Instituts der deutschen Zahnärzte (IDZ) und der Medizinischen Hochschule Hannover belegt, dass innerhalb der Zahnärzteschaft nach wie vor eine unverändert positive Berufsrolleneinschätzung besteht und dass neben dem Aspekt der wirtschaftlichen Sicherheit auch Motive wie die „Selbstständigkeit / Freiberuflichkeit“, der „Kontakt mit Menschen“ und die „Möglichkeit einen Heilberuf auszuüben“ ausschlaggebend für das hohe Maß an Berufszufriedenheit sind.

Aus diesen Aussagen zu schließen, dass „alles im grünen Bereich“ wäre, erschiene allerdings als blauäugig. Wissenschaftliche Prognosen gehen davon aus, dass bereits in knapp 10 Jahren bundesweit weniger als 1.000 Einwohner auf einen behandelnden Zahnarzt kommen werden und dass der Anteil der Zahnärzte mit unterdurchschnittlichen Praxisgewinnen noch weiter zunehmen wird. Auch angesichts des sich daraus ergebenden Leistungs-, Zeit- und Wettbewerbsdrucks erscheint es als fragwürdig, ob die gegenwärtigen Praxisstrukturen auch zukünftig beibehalten werden können.

Es scheint an der Zeit zu sein, nach mittel- bis langfristigen Lösungsansätzen für die Zukunft der zahnärztlichen Berufsausübung zu suchen. Unser Ziel ist es, Ihnen eine Hilfestellung innerhalb eines sich wandelnden Marktes zu geben und dazu beizutragen, dass Ihre berufliche Zukunft erfolgreich gestaltet werden kann. Wir sind der Meinung, dass im Rahmen der zahnärztlichen Berufsausübung wirtschaftliche Aspekte zukünftig noch stärker beachtet werden müssen als heute und dass es trotzdem nicht mehr ausreichen wird, nur eine betriebswirtschaftlich perfekt organisierte Praxis zu führen. Genauso wenig wie es übrigens ausreichen wird, nur über fachliche Kompetenz zu verfügen.

Für Sie wird es von größter Bedeutung sein, Ihre Persönlichkeit für die Zukunft zu positionieren und eine patientenorientierte kommunikative Kompetenz zu entwickeln. Empirische Untersuchungen belegen, dass es Patienten bei der Entscheidung für oder gegen einen Zahnarzt primär auf die Persönlichkeit des Behandlers ankommt, erst in zweiter Linie spielen in diesem Zusammenhang fachliche Qualifikationen, Praxismanagement und –ambiente eine Rolle. Je besser es gelingt, die Persönlichkeit in den Vordergrund zu stellen und einen Patientenumgang zu etablieren, der vielleicht auch etwas abseits des „mainstreams“ verläuft, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit auf beruflichen Erfolg.

Mit der Aufnahme der beruflichen Tätigkeit als Assistenzzahnärzt / - zahnarzt sollte deshalb versucht werden, eine Persönlichkeit zu trainieren, die sich in einem zunehmend schwierigeren Gesundheitsmarkt erfolgreich durchsetzen kann; sowohl in fachlicher und wirtschaftlicher als auch in persönlicher Hinsicht. Es geht um Persönlichkeits-, Karriere- und Zukunftsplanung, Selbstmanagement und Selbstmarketing. 




  Belke & Partner Sozietät
Unternehmensberater für Ärzte + Zahnärzte