Zukunft gestalten...  

Unternehmensberater - Finanz- und Vermögensplanung für Ärzte und Zahnärzte

        


Förderprogramme
Risikogerechte Zinsen


Zahnärztliche Berufsperspektiven
Grund zum Pessimismus?


Basel II
Neue Bedingungen


Eine Praxis, die uns sehr beeindruckte...


Basel II und die (Zahn-) Arztpraxen


Unternehmensfinanzierung verschlechtern.

Insbesondere die Diskussion um die "Neue Basler Eigenkapitalvereinbarung vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht" - im folgenden kurz "Basel II" - führt hier zu Verunsicherungen.

Für viele Finanzierungsvorhaben, sei es die Praxisgründung oder spätere Erweiterungen, ist zu befürchten, dass sich die Finanzierungsbedin-gungen im Zuge des Wandels im Bereich der


Die Kreditlandschaft insgesamt befindet sich derzeit in einem Wandlungsprozess:

Die neuen Informations- und Kommunikations-techniken machen die Finanzmärkte transparen-ter. Dies führt zu einer stärkeren Integration der Märkte und zu einem intensiveren Wettbewerb
weltweit.

Die Kreditinstitute stehen in stärkerem Maße unter Druck, ihre Aktivitäten unter Rendite-


gesichtspunkten zu optimieren. Aufgrund der vielfach unbefriedigenden Rendite im Firmen-kreditgeschäft sehen sich einige Kreditinstitute veranlasst, Geschäftsbeziehungen mit Firmen-kunden auf den Prüfstand zu stellen.

Der Wandel im Firmenkreditgeschäft wird durch "Basel II" noch zusätzlich be-schleunigt.


Worum geht es?

Vorab: Die Umsetzung von Basel II wurde auf-grund zahlreicher Kritiken um ein Jahr, nämlich auf Januar 2005 verschoben. Mit den neuen Eigenkapitalvorschriften müssen Banken künftig einen risikobemessenen Betrag an Eigenkapital für den möglichen Ausfall des Kreditnehmers unterlegen. Die Risikobemessung des Kunden erfolgt dabei über externe bzw. bankinterne Ratings, die die Ausfallwahr-scheinlichkeit in einer Note widerspiegeln.


Was sich vielleicht noch ganz harmlos liest hat erhebliche Konsequenzen: Risikobemessene Eigenkapitalunterlegung bedeutet nichts ande-res als differenzierte Kreditkonditionen je nach Rating des Kreditnehmers. Zu deutsch: Je ris-kanter eine Praxisgründung eingeschätzt wird oder je ungünstiger die Praxiszahlen, desto teu-rer wird der Kredit - wenn er überhaupt geneh-migt wird! Das Rating bringt dabei nicht nur die Finanz-kraft zum Ausdruck, sondern erfasst auch qualita-tive Kritierien des (künftigen) Praxisinha-bers wie z.B. Manage-mentqualität, Praxisstrate-gien und -positionierung oder Marktrisiken.


Zur Situation

Nicht wenige (zahn-)ärztliche Praxen befinden sich durch stagnierende oder gar rückläufige
Umsätze (bei gleichzeitig schwieriger Preis-
gestaltung unter starker Konkurrenz) in einer problema-tischen Situation. Neugründungen, aber auch Übernahmen, gerade in bereits
dicht besetzten Gebieten werden zunehmend
kritisch gesehen. Die trotz Niederlassungsbe-
schränkungen relativ niedrigen Markteinstiegs-barrieren führen zu einer ständigen Zunahme jüngerer und innovativer Konkurrenz; ein aus volkswirtschaftlicher Sicht eigentlich erforder-
licher "Marktbereinigungspro-zess" ist nicht in Sicht. 

Kleine bis mittlere Praxen können aufgrund der allgemein schlechteren Bewertung von kleineren


Unternehmungen (diesen wird per se ein erhöh-tes Ausfallrisiko zugesprochen) nicht automa-tisch mit guten Ratingergebnissen rechnen. Standortfaktoren und allgemeine gesundheit-spolitische Rahmenbedingungen tun dan ein Übriges. Von einer Fremdkapitalbeschaffung,
die bislang bei Praxen zu Konditionen ähnlich einer Immobilienfinanzierung vonstatten ging, wird man sich wahrscheinlich verabschieden müssen. Aktuelle Befragungen zeigen, dass diejenigen Banken, die ihre Konditionen bereits auf dem neuen Hintergund gestalten, einen um gut 2,5%-Punkte höheren Nominalzins verlan-
gen als bisher gängig. Bei einer "durchschnitt-
lichen" Existenzgründung mit einem Darlehens-volumen von z.B. EUR 250.000 sind dies monat-lich über EUR 500 zusätzlicher  Zinsbelastung oder anders ausgedrückt: 2-3 Praxisstunden mehr gehen an die Bank.


Was tun?

Praxisgründer und -inhaber können Basel II aber auch als Chance ansehen, um gemeinsam mit dem Firmenkundenberater der Bank, dem Steu-erberater und dem Unternehmens-/Praxisberater Strategien zu entwickeln, die es ermöglichen, eventuell vorhandene betriebswirtschaftliche Lücken zu schliessen und eine positivere Ent-wicklung der Praxis in ihrer Kernkompetenz zu erreichen (Stichwort: Qualitätsmanagement). Die


Transparenz in der Konditionengestaltung er-laubt dem Kreditnehmer zukünftig eine aktive Verhandlungspolitik im Kreditvergabeprozess. Gerade bestehende Praxen müssen sich früh-zeitig - das heisst schon jetzt - mit der Thematik auseinander-setzen, um bei der Umsetzung
von Basel II im Jahr 2005 nicht vor ungelösten Problemen zu stehen.

So könnten Sie sich bereits jetzt einmal folgende Fragen stellen:


Patientenorientierung

Kennen Sie Ihre Patienten und deren Erwartun-gen an die Leistungen Ihrer Praxis? Messen Sie den Zufriedenheitsgrad Ihrer Patienten regel-mässig und setzen Sie konsequent die notwen-


digen Massnahmen um? Wie gehen Sie mit Anregungen um? Haben Sie dafür klar definierte und bekannte Abläufe? Ist Ihre Praxis in der Lage, ihre Patienten angenehm zu überraschen?


Prozessorientierung

Sind die Hauptprozesse in Ihrer Praxis klar definiert und werden deren Leistungen regel-


mässig gemessen? Werden bestehende Prozesse laufend hinterfragt und verbessert? Werden in Ihrer Praxis potentielle Probleme vorbeugend verhindert?


Mitarbeiterorientierung

Ist Ihre Praxis an motivierten und kompeten-
ten Mitarbeitern interessiert? 


Was unternimmt Ihre Praxis dafür? 


Ergebnisorientierung

Werden in Ihrer Praxis nebst Finanz- auch Qualitätskennzahlen (Warte-/Durchlaufzeiten, Fehlerraten etc.) analysiert, um die Leistungs-erstellung zu beurteilen?


Gibt es in Ihrer Praxis ein Kennzahlensystem (Praxiscontrolling) zur frühzeitigen Erkennung betriebswirtschaftlicher Problemstellungen?

Gerne besprechen wir mit Ihnen Chancen und Wege für Ihre Praxis.