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Unternehmensberater - Finanz- und Vermögensplanung für Ärzte und Zahnärzte

        


Neugründung, Übernahme oder Einstieg?

Entscheidende Bedeutung in der Planungs-
phase einer Niederlassung kommt den Fragen nach der Niederlassungsform - Neugründung, Übernahme oder Einstieg -  und nach der Niederlassungsart - allein oder in Kooperation  -  zu. 

Für eine Praxisübernahme spricht der beste-
hende Patientenstamm, ein im Vergleich zu einer Neugründung u.U. geringeres finanzielles Risiko und die Möglichkeit, relativ rasch stabile Gewinne zu erwirtschaften. Gegen eine Über-
nahme sprechen oftmals hohe Fixkosten, überaltertes Inventar, ein hoher Privatpatien-
tenanteil und Inkompatibilitäten in Bezug auf
das Praxis- und Behandlungskonzept.

Bei einer Neugründung besteht die Möglichkeit, der eigenen Kreativität und Innovation freien Raum zu lassen und ein dynamisches Praxis-
konzept zu verfolgen, das mittel- bis langfristig erfolgversprechender sein kann als es im Rahmen einer Praxisübernahme denkbar erscheint. Ein Existenzgründer muß allerdings dazu bereit sein, ein im Vergleich zu einer Übernahme u.U. höheres Risiko einzugehen und ggf. mit einer längeren Anlaufzeit zu rechnen. 

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht spricht vor allem die Möglichkeit zu einer verbesserten Nutzung der Ressourcen (z.B. Personal, Anlagevermögen, Räume) für eine Gemeinschaftspraxis oder Praxis-
gemeinschaft. Zusätzliche Pluspunkte ergeben sich aus der kollegialen Zusammenarbeit, einem erweiterten Behandlungsspektrum und in einem hohen Maß an Flexibilität. 


Die bereits geschilderten Vor- und Nachteile in Bezug auf eine Neugründung oder Übernahme gelten natürlich auch für eine Gemeinschafts-
praxis bzw. Praxisgemeinschaft. Ergänzend dazu muß gesehen werden, daß sich eine Zusam-
menarbeit im Verlauf der Zeit - aus vielerlei
Gründen - auch negativ entwickeln kann und daß deshalb sowohl der inhaltlichen als auch der vertragstechnischen Ausgestaltung einer Part-
nerschaft eine immens große Bedeutung zu-
kommt. 

Der Einstieg in eine bestehende Praxis nimmt eine Sonderstellung unter den Niederlassungs-
arten ein. Während es sich bei den unter dem Begriff "Junior- / Seniorpartnerschaften" bekann-
ten Kooperationsformen nur selten um eine wirkliche Existenzgründung und den damit einhergehenden Chancen und Risiken handelt, ergibt sich aus einem Eintritt in eine gleich-
berechtigte Partnerschaft eine Situation, die sich im Ansatz mit der einer Sozietätsneugründung vergleichen läßt. Durch eine zeitlich befristete Übergangssozietät mit dem Ziel einer Praxis-
übernahme können die Probleme einer soforti-
gen Übernahme - unter Beibehaltung aller Chancen - oftmals erheblich reduziert werden.